Civilization VI: Rise and Fall – Shaka führt die Zulu an

Fraglos einer der größten Kommandanten der Militärgeschichte, verhalfen Shakas Reformen der Zule-Armee zu Effizienz, Organisation und tödlicher Durchschlagskraft – was die Impi zu einer der gefürchtetsten Streitkräfte der Welt machte. Ebenso hervorzuheben sind Shakas Wut und Leid, welche den Verlust von Tausenden Leben auf dem afrikanischen Kontinent verursachten.

Er wurde als unehelicher Sohn des Zulu-Häuptlings Senzangakhona und der Tochter des Langeni-Häuptlings Nandi geboren. Der Zulu-Häuptling würde schließlich Nandi und Shaka ins Exil schicken. Verstossen und verschmäht fand Nandi beim Häuptling der Mthethwa, Dingiswayo, einen sicheren Rückzugsort.

Zu dieser Zeit war Shaka bei den Ibutho, einem traditionellen regionalen Militärkader-Programm. Junge Männer der gleichen Altersgruppe wurden in Gruppen innerhalb des Ibutho zu einer Einheit zusammengefasst. Die Einheit würde sich wieder auflösen, wenn die Männer zu alt für die Kriegerklasse geworden waren. Shakas Einheit diente unter dem Kommando von Häuptling Dingiswayo. Dingiswayo bereitete den Boden für ein Kommandosystem, das Shaka dann perfektionierte.

Als sein biologischer Vater 1816 starb, verließ Shaka, mittlerweile selbst ein berühmter Kommandant, Dingiswayos Armeen und kehrte zurück, um die Zulu anzuführen, die zu der Zeit der kleinste der Bantu-Klans in der Region waren. Im südlichen Afrika lernte man die Zulu schnell fürchten.

Shaka gestaltete die Armee und die Ausbildung sofort um. Das Altersstufensystem der Ibutho wurde verfeinert und verstärkt zu einer vom Alter abhängigen Regimentsorganisation. Jedes Regiment bekam ein eigenes befestigtes Dorf (oder Ikanda), einheitliche Wappen auf ihren Rinderhaut-Schilden, besondere Verzierungen bei Schmuck und Kopfbedeckungen, und sie schworen Shaka gegenüber Loyalität. Die Organisation der Impi und ihre Taktiken waren standardisiert. Shaka führte ein Offizierskorps ein, mit Beförderungen auf Grundlage von Verdiensten und Fähigkeit, und bestehend aus allen untergeordneten Stämmen. Man kann Vergleiche mit den Reformen des Marius bei den römischen Legionen ziehen: Beide Befehlshaber übernahmen das Kommando über grundlegend fähige, einfache Streitkräfte und verwandelten sie in unaufhaltsame Militärmaschinen.

Shaka startete mit seinen Impi dann einen Eroberungsmarsch. Seine erste Eroberung sollen die Langeni gewesen sein, die ihn als Kind erniedrigt hatten. Als sein ehemaliger Kommandant Dingiswayo vom rivalisierenden Hauptling der Zulu, Swide, ermordet wurde schwor Shaka Rache und unter den Zulu brach ein umfassender Bürgerkrieg aus. Zwide wurde bei der Schlacht am Hügel Gqokli von einer nur halb so großen Streitmacht unter Shakas Kommando vernichtend geschlagen.

Aber Shakas Herrschaft war nicht unangefochten. Es gab erheblichen Widerstand gegen seine Politik im eigenen Königreich. Die Eskalation der Kriegsführung zwischen den Stämmen bis fast zu ihrer Auslöschung war eine ausgeprägte Änderung zu vorherigen Verhaltensweisen im Krieg. Die Spannungen verschärften sich, als Shaka europäischen Händlern Zugeständnisse machte. Doch es war der Tod seiner Mutter 1827, der den Anfang vom Ende Shakas markieren sollte (und den blutigsten Teil seiner Herrschaft).

Schwer getroffen befahl Shaka, dass ein Jahr lang kein Getreide mehr angebaut und keine Milch mehr verwendet werden durfte (Milch war das Hauptnahrungsmittel der Zulu). Frauen, die schwanger wurden, sollten mit ihren Ehemännern getötet werden, ebenso alle, die nicht ausreichend Trauer zeigten. Kühe sollten geschlachtet werden "damit die Kälber sehen, wie es ist, seine Mutter zu verlieren". Quellen zufolge wurden 7.000 Untergebene Shakas während seiner Trauer getötet.

Seine beiden Halbbrüder haben sich aktiv an einem Komplott gegen ihn beteiligt. 1828, die Impi waren gerade auf einem Feldzug Richtung Norden, wurde er von seinen Halbbrüdern Dingane und Mhlangana und ihrem Mitverschwörer namens Mbopa ermordet. Der Überlieferung nach waren Shakas letzte Worte eine Warnung, sowohl was die wachsende Macht der Europäer in Südafrika betrifft, als auch zu den Gefahren der Uneinigkeit bei den Zulu.

Der kometenhafte Aufstieg der Zulu unter Shaka, zu einer Zeit zunehmender Kolonialisierung durch die Europäer in dieser Region, hatte tiefgehende und komplexe Auswirkungen auf die Geschichte und Kultur des südlichen Afrika, deren Bedeutung immer noch debattiert öwird. Shakas Vermächtnis als Herrscher ist nicht einfach, selbst innerhalb der heutigen Zulu-Kultur. Aber sein Einfluss auf die Geschichte der Welt steht außer Frage.

SPEZIALEINHEIT - IMPI

Die mächtigen Regimenter der Zulu-Krieger waren bereits schlagkräftige Truppen, als der ambitionierte Shaka ihnen neue Techniken beibrachte: Iklwas (kurze Speere zum Zustoßen, mit einer breiteren Klinge als ein Wurfspeer) und Ishlangus (große ovale Schilde, mit einer Oberschicht aus Ochsenleder) miteinander zu kombinieren. Sie übten, einen Schildwall zu bilden, um Projektile abzuschwächen und ihre Truppenstärke zu verbergen. Dabei griffen sie in einer "Büffelhorn"-Formation an, wobei die ungeübteren Soldaten ausschwärmen und den Feind flankieren würden (die Hörner), während die erfahreneren Soldaten im Zentrum (der Körper des Büffels) in den festgenagelten Feind vorstoßen würden.

 

Das Impi-Trainingsprogramm durch Shaka war brutal, aber die harten Bedingungen schufen disziplinierte Soldaten mit engen Bindungen zueinander, die mit Leichtigkeit komplizierte Formationen ausführen konnten. Diese Pikenierersatzeinheit hat einen erhöhten Flankierungsbonus, ist günstiger als die anderen Kampfeinheiten der gleichen Ära, hat geringere Unterhaltskosten und verdient schneller Erfahrungspunkte.

SPEZIALBEZIRK - IKANDA

Die Ikandas (auch als "Kraal" oder "Umuzi" bekannt) waren eigenständige, befestigte Zulu-Gehöfte. Eine Doppelpalisade schützte die Bewohner. Der innere Wall hielt das Vieh drinnen und der äußere Wall Eindringlinge draußen. Ikandas wurden aus praktischen und strategischen Gründen idealerweise auf Hügeln errichtet: Durch den Hügel hinabfließendes Regenwasser wurde die Ikanda gereinigt und die Gegner waren gezwungen, eine erhöhte Position anzugreifen. In Shakas militärischer Struktur wurde ein Regiment in einem Ikanda stationiert. Sie lebten und trainierten dort.

Während die Zulus nahegeliegende Stämme eroberten und diese eingliederten, sprossen mehr Ikandas aus dem Boden. Diese Ersatzlager, einzigartig für die Zulu – bringen zusätzlichen Wohnraum. Sobald die Ausrichtungs- oder Technologie-Voraussetzung erfüllt ist, können Korps und Armeen sofort gebaut werden. Dies bringt außerdem schnelleren Bau von Korps und Armee.

EINZIGARTIGE FÄHIGKEIT DES ANFÜHRERS – AMABUTHO

Bereits bevor er 23 war, führte Shaka ein Impi-Regiment an. Dank seiner Taten hielt sein Aufstieg an und so wurde er einer von Häuptling Dingiswayos am meisten geachteten Kommandaten. Shaka war außerdem bekannt dafür seine Truppen zu drillen und neu zu bewaffnen. So tauschte er leichte Wurfspeere (Assegai) gegen Iklawa, die eine breitere Spitze hatten, und grosse, mit Rinderhaut überzogene Schilde. Deswegen kann im Spiel Shaka Korps (Söldner-Ausrichtung) und Armeen (Nationalszialismus-Ausrichtung) früher formen. Amabutho gibt des Weiteren +1 Basis-Kampfstärke für Korps und Armeen.

EINZIGARTIGE FÄHIGKEIT DER ZIVILISATION – ISIBONGO

Sobald ein Stamm erobert war, wurde er dem Zulu-Königreich untergeordnet, seine jungen Männer wurden in die Ibutho aufgenommen und die Zulu marschierten weiter.Nachdem Shaka eine Stadt erobert hat, erhält diese extra Loyalität sofern sie durch eine Garnisonseinheit besetzt wird. Im Spiel spiegelt sich dies durch Isibongo wieder. Das Erobern einer Stadt mit einer Einheit wird diese zu Korps oder Armee verbessern, sofern die richtige Ausrichung freigeschaltet ist.

Shaka ist eins der neun neuen Staatsoberhäupter der Erweiterung Civilization VI: Rise and Fall, die am 8. Februar 2018 veröffentlicht wird.

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