ANKÜNDIGUNG FÜR CIVILIZATION VI: RISE AND FALL

Zivilisationen sind nicht in Stein gemeißelt. Nur weil man sich zu Beginn richtig Mühe gegeben hat, kann man sich danach nicht einfach zurücklehnen und erwarten, dass die Kultur die Zeiten schon von sich aus unbehelligt überdauern wird. Das funktioniert weder in der wirklichen Welt, noch in einem Civilization-Spiel. Die Erweiterung Civilization VI: Rise and Fall, die wir heute ankündigen möchten, ergänzt das Spiel, das ihr alle schon mit Begeisterung spielt, um neue dynamische Ebenen. Ab dem 8. Februar 2018 habt ihr die Chance, Nationen in Goldene Zeitalter zu führen, während andere unter ihrer eigenen Last zugrunde gehen. Ihr werdet die Loyalität eures Volkes verdienen, könnt sie aber auch wieder verlieren. Stellt sich die Frage: "Wie wird man sich an euch erinnern?"

 

Ich bin Anton Strenger, Lead Designer für Civilization VI: Rise and Fall, und heute verraten wir euch ein paar der großen Veränderungen, auf die ihr euch in dieser riesigen Erweiterung für Civilization VI freuen könnt. Das größte Ziel, das über allem steht, sind dynamische Reiche. Im Verlauf des Spiels werden Zivilisationen aufsteigen und untergehen, daher auch der Titel, der übersetzt "Aufstieg und Untergang" bedeutet. Grenzen werden wandern. Städte werden mal der einen, mal der anderen Zivilisation loyal sein.

Das zweite Ziel von Civilization VI: Rise and Fall sind zusätzliche Handlungselemente wie etwa Historische Momente, die bedeutende Wendepunkte für eure Zivilisationen darstellen. Diese Ereignisse treten bei jedem Spiel auf und machen jede Wiederholung einzigartig, sie sind aber auch wichtig für die Spielmechanik.

GOLDENE - UND DUNKLE - ZEITALTER KOMMEN AUF EUCH ZU

Zu den neuen Ereignissen, die den Verlauf eurer Spielgeschichte prägen können, zählen unter anderem Goldene und Dunkle Zeitalter. Das sind wichtige Veränderungen eurer Zivilisation, die aber nur für die Dauer eines Zeitalters anhalten. In dieser Zeit habt ihr die Chance, eure Strategie zu überdenken, und auch die Beziehungen zwischen Spielern und ihren Rivalen können sich wandeln. Ein Goldenes Zeitalter liefert euch beachtliche Bonusse für die Loyalität und andere Spielsysteme, aber es erschwert auch das Erreichen zukünftiger Goldener Zeitalter.

Ein Dunkles Zeitalter schadet der Loyalität in euren Städten und schwächt eure Position, andererseits erhöht es eure Chancen, in Zukunft ein Goldenes Zeitalter zu erreichen. Außerdem habt ihr während eines Dunklen Zeitalters die Möglichkeit, besondere Politiken einzuführen, die euch die Tür in ein noch bedeutenderes Heldenhaftes Zeitalter öffnen können. Zur Verdeutlichung: Ein Goldenes Zeitalter liefert einen Hingabebonus (ein mächtiger Effekt des Goldenen Zeitalters), in einem Heldenhaften Zeitalter habt ihr aber die Chance, drei Hingabebonusse verdienen (es ist also sowas wie ein "dreifaches" Goldenes Zeitalter).

Im Hauptspiel Civilization VI gibt es das "Spieler-Zeitalter", das bezeichnet, wie weit der Spieler auf seinem Technologie- oder Ausrichtungsbaum fortgeschritten ist. In der Erweiterung geht es vielmehr um ein "Spiel-Zeitalter", das einerseits von den persönlichen Fortschritten des Spielers abhängt, aber auch einige Aspekte mit einbezieht, die sich hinter den Kulissen abspielen. Diese Spiel-Zeitalter könnt ihr euch wie die Kapitel eines Buches vorstellen. Jedes hat für sich genommen einen Spannungsbogen und ein kleines Ende, aber man bleibt gespannt darauf, wie es weitergeht, und fährt deshalb mit dem nächsten Kapitel fort. Wenn ihr in ein neues Spiel-Zeitalter eintretet, verdient ihr vielleicht ein Goldenes oder Heldenhaftes Zeitalter. Das hängt davon ab, wie viele Zeitalterpunkte ihr durch das Erfüllen bestimmter Ziele im vorangegangenen Spiel-Zeitalter verdient habt.

Es kann also sein, dass euer Nachbar zuletzt ein Goldenes Zeitalter erlebt hat, sein neues Zeitalter aber ein Dunkles ist. Das wäre dann eine Gelegenheit für euch, eure Strategie zu ändern. Der wichtigste Effekt von Goldenen und Dunklen Zeitaltern ist, dass sich die Loyalität der Städte, die ein Spieler besitzt, dadurch ändert. Wenn sich im Laufe der Zeitalter Schwachpunkte in einem Reich zeigen, können Städte sich sogar für unabhängig erklären oder zu einem neuen Besitzer überlaufen.

LOYALITÄT VERDIENEN

Das neue Loyalitätssystem ist sehr wichtig, da es im Extremfall bedeuten kann, dass ganze Städte ohne Militärgewalt in den Besitz eines anderen Spielers übergehen. Wenn die Loyalität einer Stadt sehr niedrigwird, steigt die Gefahr, dass sie rebelliert und zu einer freien Stadt wird. Das macht sie für andere Spieler interessant, die ihr Reich ausdehnen wollen. Wenn ihr dafür sorgt, dass eine Stadt loyal bleibt, behaltet ihr nicht nur diese Stadt für euch, sondern ihre Loyalität bewirkt auch eine Art "Gruppenzwang" bei anderen Städten in der Nähe. Mitunter gelingt es euch vielleicht sogar, Städte von anderen Zivilisationen davon zu überzeugen, dass sie sich euch anschließen.

Bislang gab es in Civilization-Spielen nie die Möglichkeit, Städte anderer Spieler ohne militärisches Einwirken "abzuwerben". Unserer Meinung nach wird es Zeit, dass ihr auch ohne militärischen Druck Grenzen verändern und euer Territorium ausdehnen könnt.

Im weiteren Spielverlauf verändert die Loyalität außerdem die Landschaft und die Strategie auf der Karte. Was im Hauptspiel noch eine unveränderliche Grenze zwischen zwei Zivilisationen war wird so in der Erweiterung zu einem umstrittenen Gebiet, wo um Loyalitäten gekämpft wird, besonders im Fall eines Goldenen oder Dunklen Zeitalters.

Goldene und Dunkle Zeitalter schlagen im Hinblick auf die Loyalität ein wie eine Bombe. Im besten Fall werden alle eure Bürger etwas loyaler, wenn ihr ein Goldenes Zeitalter erreicht. Vielleicht empfinden dann auch andere Städte in der Nähe diese Zivilisation als attraktiv, sodass ihre Loyalität gegenüber ihrem derzeitigen Besitzer ins Wanken gerät. Am schnellsten und zielstrebigsten steigert ihr die Loyalität allerdings dadurch, dass ihr einen Gouverneur in die Stadt entsendet.

GOUVERNEURE HERRSCHEN

In vorherigen Versionen von Civilization bezeichnete der Begriff "Gouverneur" oft das KI-Verhalten, das ihr für eine Stadt festlegen konntet, um an eurer Stelle zu handeln. In dieser Erweiterung sind sie allerdings das Gegenteil. Einen Gouverneur in eine Stadt zu schicken bietet dem Spieler die Möglichkeit, eine aktive Entscheidung über die Entwicklung einer seiner Städte zu treffen und in eine bestimmte Richtung zu wachsen. Ähnlich der Funktionsweise der Distrikte im Hauptspiel sind Gouverneure eine Möglichkeit, eure Städte zu spezialisieren. Der Unterschied: Gouverneure haben ihre eigenen einzigartigen, mächtigen Bonusse und können sich zwischen kontrollierten Städten hin und her bewegen.

Während des Spiels können Spieler bis zu sieben Gouverneure erhalten. Jeder Gouverneur hat einen anderen Fähigkeitsbaum. Wir haben bei vielen vorhandenen Spielregeln ein Auge zugedrückt, um ihnen die Macht zu geben in euren Städten etwas zu verändern.

Und so funktioniert es: Ihr verdient Punkte (Gouverneur-Titel) während des Spiels. Dann müsst ihr euch entscheiden, ob ihr diese Punkte dafür verwenden wollt, einen neuen Gouverneur zu ernennen oder einen bereits existierenden zu befördern. Die Verwaltung eurer Gouverneure wird sich auf eure gesamte Strategie auswirken. Verteilt die Macht gleichmäßig auf mehrere Städte oder konzentriert euren Einfluss, indem ihr nur ein paar sehr mächtige Gouverneureaufbaut.

Die Gouverneure selbst verfügen über einzigartige Persönlichkeiten - selbst bevor ihr euch überlegt, wen ihr befördert. Einige sind Experten darin, eine bereits etablierte Stadt auf die nächste Stufe zu bringen, indem sie Wunder bauen und Handelswege verbessern. Andere passen besser in neue Städte, die ihre ersten Bezirke errichten und ihre ersten neuen Gebiete für sich einnehmen. Einer kann die letzte Rettung sein, wenn eine Stadt belagert wird, und der entscheidende Faktor bei der Verteidigung einer Stadt gegen eine mächtige angreifende Armee. Obwohl Gouverneure normalerweise nur in euren eigenen Städten tätig werden können, gibt es einen, der Stadtstaaten zugeteilt werden kann, was sich auf die Gesandten auswirkt, die ihr dort habt.

ERWEITERT EURE ALLIANZEN

Allianzen innerhalb von Civilization VI haben bereits eine Menge zu bieten, aber diese Erweiterung verleiht ihnen weitere Nuancen. Allianzen im Basisspiel ließen sich häufig auf eine Art Garantie reduzieren, dass andere Spieler eure Strategie nicht stören, indem sie euch angreifen, doch nur selten boten sie konkrete Vorteile. Also haben wir für Civilization: Rise and Fall Allianzen um greifbarere Anreize erweitert. Wir ermutigen Spieler, sich zu verbünden, um daraus gegenseitige Vorteile zu ziehen, statt sich nur nicht ins Gehege zu kommen. Wir bieten den Spielern zudem noch aktivere und abwechslungsreiche Entscheidungen, die sie treffen müssen. Allianzen haben nun einen Typ - Forschung, Militär, Wirtschaft, Kultur oder Religion - der ihre Vorteile bestimmt. Außerdem steigt die Allianz selbst auf, je länger sie andauert, und schaltet dabei mächtigere Bonusse frei. Das ermutigt Spieler, weiter in die Zukunft zu planen und sich auf Diplomatie zu konzentrieren.

Lasst mich euch ein Beispiel nennen, wie eine Allianz sich mit der Zeit entwickeln kann, genauer gesagt, eine Forschungs-Allianz. Auf Stufe 1 erhalten beide Verbündete Wissenschaftsbonusse auf ihre Handelswege. Doch wenn sich die Allianz weiterentwickelt, kommen mächtige und einzigartige Effekte ins Spiel. Auf Stufe 2 erhalten beide Verbündete ihre Wissenschaftsbonusse und zusätzlich regelmäßig 1 Technik-Bonus. Stufe 3 kombiniert alle zuvor genannten Bonusse sowie Bonus-Wissenschaft, wenn ihr die gleiche Technologie erforscht oder eine Technologie, die euer Verbündeter schon erforscht hat. Diese Allianzen sind so mächtig, dass Spieler jeweils nur eine Allianz eines Typs gleichzeitig haben dürfen. Aber ihr und euer Allianzpartner könnt euch später im Spiel darauf einigen, den Typ eurer Allianz zu wechseln.

NOTFALLSITUATIONEN

Notfälle sind neu in Civilization VI: Rise and Fall. Die meisten Notfälle werden ausgelöst, wenn ein Spieler auf einem Gebiet einen erheblichen Vorsprung oder Vorteil gewinnt, z. B. durch die Bekehrung einer heiligen Stadt zu einer anderen Religion oder den Einsatz einer Atomwaffe. Wenn ein Notfall ausgelöst wird, bestimmt das Spiel, welche anderen Spieler an einem Notfall gegen das Ziel teilnehmen können und jeder Spieler kann entscheiden, ob er mitmacht oder nicht. Eine Teilnahme kann euch dauerhafte Vorteile gewähren, aber nur, wenn es den Spielern rechtzeitig gelingt, eine Notfall-spezifische Aufgabe gegen das Ziel zu bewältigen, ansonsten erhält das Ziel den Vorteil.

Sie sind eine Art System, das für Ausgeglichenheit sorgt. Wie ihr seht, ist es ein schmaler Grat, den wir hier beschreiten - zum einen verleihen wir dem Spiel mehr Dynamik und zum anderen sorgen wir dafür, dass es für die Spieler fair bleibt, die sich einen Vorsprung erkämpft haben. Wir fügen Herausforderungen für Spieler hinzu, die den anderen Spielern so weit voraus sind, dass das Spiel auf dem Weg zum Sieg für sie stagnieren würde. Zudem wollten wir sie nicht künstlich einschränken müssen. Notfälle sind eine tolle Möglichkeit, das Spieltempo zu kontrollieren. Außerdem offenbaren sie die dynamische Bühne der Welt für Spieler, die einen eher isolationistischen Spielstil haben. Wenn Notfälle auftreten, können sie auf verschiedene Arten daran teilhaben.

DIE GESCHICHTE NEU ERZÄHLEN

Fans der Civilization-Reihe wissen schon, dass jedes Spiel sich auf seine Art entfaltet und eine einmalige Geschichte erzählt. In Civilization VI: Rise and Fall rückt diese Erzählung stärker als bisher in den Vordergrund dank neuer Möglichkeiten, um den Fortschritt einer Spieler-Zivilisation zu verfolgen.

So verdienen Spieler im Laufe ihrer Entwicklung in Civilization: Rise and Fall Historische Momente. Das sind Mini-Erfolge, die ihr erhaltet, wenn ihr coole Dinge macht (bisher gibt es mehr als 100 im Spiel). Zum Beispiel könnt ihr die Welt umrunden, eure Spezialeinheit ausbilden, eine Religion gründen und Bezirke mit hohen Nachbarschaftsbonussen bauen. Oft fällt der Bonus auch noch größer aus, wenn eure Zivilisation die erste der Welt ist, der dieser Durchbruch gelingt. Zusammengenommen bilden diese Historischen Momente die Geschichte eures Spiels mit einzigartigen Details, die allein auf euer Reich zugeschnitten sind.

Historische Momente haben zwei Effekte. Sie erhöhen eure Zeitalterpunkte und bringen euch damit einem Goldenen Zeitalter näher, und sie werden zu eurer Zeitleiste hinzugefügt. Das ist ein Teil des Menüs, wo ihr alles einsehen könnt, was ihr im Spiel erreicht habt. In der Zeitleiste gibt es jede Menge verschiedene Abbildungen für jeden dieser Momente, wodurch eine coole Darstellung der einzigartigen Geschichte eurer Zivilisation entsteht. Ganz nebenbei ist die Zeitleiste außerdem ein praktisches Hilfsmittel, um euch daran zu erinnern, was ihr zuletzt getan habt, wenn ihr nach ein paar Tagen Pause euer Spiel fortsetzen möchtet. Vor allem aber ist die Zeitleiste eine Darstellung eurer Geschichte.

NEUE ZIVILISATIONEN, NEUE ANFÜHRER

 

Wir werden oft gefragt, anhand welcher Kriterien wir die neuen Anführer und Zivilisationen für die Erweiterungen auswählen - in den nächsten Wochen werden wir übrigens neun neue Anführer und acht neue Zivilisationen für Civilization: Rise and Fall ankündigen. An dieser Entscheidung ist das gesamte Team beteiligt, von den Grafikern, dem Designteam und der Produktion bis hin zur Rechtsabteilung. Bei der Auswahl möglicher Anführer stellen wir uns außerdem folgende Fragen:

"Ist diese Region vertreten?"

"Ist dieser Abschnitt der Geschichte vertreten?"

"War diese Geschichte schon in früheren Civilization-Spielen vertreten oder ist sie ganz neu?"

Die Auswahl der Anführer soll möglichst abwechslungsreich sein und es ist uns sehr wichtig, dass wir auch weibliche Staatsoberhäupter dabei haben. Frauen kommen in geschichtlichen Aufzeichnungen häufig zu kurz, aber in den letzten Jahren haben Forscher immer mehr über die faszinierenden, starken Frauen herausgefunden, die bisher zwischen den Zeilen der Geschichtsbücher versteckt waren. Außerdem suchen wir gern Anführer aus, deren Geschichte besonders gut zu einem Bonus für die neuen Systeme der Erweiterung passt.

Damit das Spiel und das Gleichgewicht der Macht zwischen den Anführern ausgewogen bleiben, betrachten wir den Stand des Spiels als Ganzes und die Stellung unserer alten und neuen Anführer. Unser QA-Team wertet immer wieder aus, wer ihrer Meinung nach am stärksten oder am schwächsten ist. Außerdem berücksichtigen wir die Einschätzungen und Ranglisten unserer Fans. Wir scheuen uns nicht davor, fertige Anführer nochmal zu überarbeiten und ihre Bonusse anzupassen - also gebt uns ruhig weiterhin Rückmeldung darüber, was ihr von den Anführern haltet. Wir hören euch zu.

Das alles ist erst die Spitze dessen, was in Civilization VI: Rise and Fall auf euch zukommt. Wir können es kaum erwarten, euch vor der Veröffentlichung am 8. Februar 2018 noch viel mehr zu verraten - angefangen bei den vielen neuen Anführern und Zivilisationen, über die ihr herrschen werdet.

Nehmt mit dem Hashtag #OneMoreTurn an Gesprächen in sozialen Medien teil, folgt der Civilization-Reihe auf diesen Kanälen und bleibt so über neueste Nachrichten und Informationen zu Sid Meier's Civilization VI auf dem Laufenden.

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